𝐒𝐨 𝐛𝐥𝐞𝐢𝐛𝐞𝐧 𝐒𝐢𝐞 𝐚𝐥𝐬 𝐓𝐨𝐩𝐦𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐫𝐢𝐧 𝐮𝐧𝐝 𝐓𝐨𝐩𝐦𝐚𝐧𝐚𝐠𝐞𝐫 𝐝𝐚𝐬 𝐄𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠𝐬𝐯𝐞𝐫𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 – 𝐚𝐮𝐜𝐡 𝐧𝐚𝐜𝐡 𝐝𝐞𝐫 𝐊ü𝐧𝐝𝐢𝐠𝐮𝐧𝐠. 𝐔𝐧𝐬𝐞𝐫 𝐀𝐫𝐭𝐢𝐤𝐞𝐥 𝐟ü𝐫 𝐃𝐄𝐑 𝐒𝐏𝐈𝐄𝐆𝐄𝐋
Die Größe bleibt. Eine Kündigung, ob eigenmächtig oder ungewollt, ist ein Umbruch im Leben eines Menschen, mit großen Emotionen verbunden. Starke Gefühle treffen Sie unvorbereitet, auch wenn Sie schon lange wussten, es wird geschehen oder wenn Sie Ihre Kündigung selbst entschieden haben. Gefühle, die in der Zukunft liegen, können Menschen nicht voraussehen, noch sich darauf vorbereiten. Sie erkennen sich selbst nicht wieder, eben noch der souveräne Entscheider, plötzlich der verzagte Zweifler. Eben noch voller Vorfreude auf die neue Freiheit, plötzlich Existenzängste. Eben noch stolz, beruflich gefragt und gesellschaftlich beliebt, plötzlich ein/e Bittsteller/in. Erst nach dem Einschnitt realisieren Menschen, dass Kündigung sich anders anfühlt als gedacht.
Ohne das strahlende Unternehmens-Brand, das unbemerkt zu einem Element Ihrer Identität geworden ist, sinkt automatisch das Interesse anderer, weniger Einladungen, weniger Anfragen, weniger Aufmerksamkeit. Man ist nicht mehr „drinnen“, sondern steht draußen vor der Türe. Man entscheidet nicht mehr selbst, sondern es wird entschieden. Ihr Lebensgefühl verändert sich tiefgreifend, und mit ihm Ihr Selbstbild, so als ob der eigene Lebensentwurf abhandengekommen wäre. Das ist sehr kränkend.
Das Tal der Tränen darf sein, muss sein, Enttäuschung, Wut, Rachegelüste, Einsamkeit, übersteigerter Aktivitätsdrang, Verzweiflung, alles. Doch gehören diese Impulse nicht nach außen. Resultierende Aktionen – oder Unterlassungen – sind verständlich, behindern Ihre Chancen, für eine neue, erfüllende Aufgabe gefunden zu werden:
• in Interviews Ihren Ex-Arbeitgeber nicht gut aussehen lassen,
• als erstes eine lange Auszeit nehmen und Ihre sportlichen Aktivitäten auch noch posten,
• keine Abschiedsfeier veranstalten, keine Dankesbriefe und -Emails versenden,
• stattdessen eine „Marketing-Kampagne in eigener Sache“ starten,
• die Kontrolle bewahren wollen mit Follow-up-Nachfragen,
• sich als Auftraggeber fühlen, indem Sie andere, wie Head-Hunter, Recruiter, Zeugnis-Ausstellende als Dienstleister für sich sehen und noch deren Qualität in Frage stellen,
• sich als Key Accounter fühlen, Ihr „Netzwerk aktivieren“, um zu wichtigen Kontakten zu kommen, oder gar Headhunter direkt ansprechen,
• sich als Brandingexperte fühlen: Ihre Aufgabe darin sehen, tagelang an Ihren CV und LinkedIn Profilen zu feilen.
Diese Aktionen fühlen sich vernünftig an und werden durch Ratgeber ohne Topmanagement-Erfahrung empfohlen. Der Arbeitsmodus ist tief in der Erfolgspersönlichkeit verankert, jetzt, im „Gefunden-werden-für-eine-neue-Aufgabe“-Prozess, ist er ein Systemfehler. Arbeiten bedient Ihre Gefühlslage, es sind beruhigende Aktivitäten. Dieses Verhalten hat Ihr Gehirn als bewährt abgespeichert und spult es weiterhin ab. Was so lange erfolgreich war, kann doch jetzt nicht unwirksam oder sogar schädlich sein? Ist es aber. Die darunterliegende Not ist für alle sichtbar. Deshalb ist ein Mindset-Wandel entscheidend.
Richtig ist: Sich zuerst den eigenen Gefühlen zu widmen, bevor es ans Agieren geht. So werden Sie schnell aufnahmefähig für das Karrierewissen, können Ihre Gefühlsenergie transformieren und strategisch agieren. Coaching ist auch deshalb so wichtig, weil nach der Trennung die eigene Größe erklärungsbedürftig ist. Nicht das Unternehmen zeigt Sie, sondern Sie selbst müssen sich zeigen, selbst und persönlich … Nur wie?
Nötig ist ein mentaler Neustart, heraus aus unangenehmen Gefühlen, heraus aus dem Planen und Arbeiten, hin zu Nähe und Vertrauen. In einem Artikel für DER SPIEGEL haben wir den erfolgreichen Neustart definiert: Erst Chef, dann gekündigt – was nun?
Und dann, wenn Sie einen Job haben, können Sie sich kurz mal wie der erfolgreiche Einzelkämpfer fühlen, die ambitionierte Siegerin. Fühlt sich gut an. Und dann realisieren Sie, wie vielen Menschen Sie Ihren Job zu verdanken haben und würdigen sie. Alle. Einzeln. Und zusammen bei einer Feier. So bleiben Sie das Erfolgsversprechen. „Weil ich es bin.“
Wir sind an Ihrer Seite.
Ihre Dorothea Assig und Dorothee Echter
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